Mit der neuen Stuttgarter Philharmonie möchte ich ein öffentliches Gebäude für alle schaffen. Alle, das bedeutet nicht nur für die an Musik interessierten Menschen, denen, die regelmässig Auftritte und Konzerte besuchen, sondern auch den Menschen, die die Liederhalle und den Berliner Platz nur flüchtig in ihrem Alltag wahrnehmen. So gestalte ich diese Philharmonie monumental und voller Hoffnung. Hoffnung, dass dieses Gebäude ein Erlebnis bietet, etwas auslöst, ob bewusst oder unbewusst.

Die Fassade mit der aussenliegenden Tragstruktur ermöglicht ein Erleben des Gebäudes schon bei seiner Annäherung. Sie schafft einen Zwischenraum, einen Raum der weder aussen noch innen ist. Er bietet Schutz vor Sonne und Regen, soll aber in Verbindung mit dem an zwei Seiten umlaufenden Podest, vor allem öffentlich und frei gestaltbar sein.

Die Schichtung von Räumen, von aussen nach innen, von Stadt zum Haus, ist die zentrale Idee des Entwurfes. Das Podest, die Tragstruktur, die Fassade, der Luftraum, die umlaufende Galerie als Erschliessung, die dienende Raumschicht und schliesslich das Herzstück der Philharmonie: der Saal. Der Saal unterscheidet sich in seiner Materialität von den weiteren Teilen des Gebäudes. Panele unterschiedlicher Holzarten zieren die Oberflächen, sie bilden den Abschluss des Spannungsbogens in der Raumabfolge. Das Holz kommt hier mit seiner Feinheit und Bearbeitung der Präzision der Musiker entgegen.


Grundriss des Erdgeschosses



Ansicht Nord



Schnitt Ost-West





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